julia cranz - Hats, Hat pieces & more

Gezeichnet hat Julia Cranz schon immer, entworfen, designed. Und Mode, Style, Design sind auch seit je her ihre Passion.
Vorgezeichnet war dann auch ihre Karriere. Die Wiener Modeschule Hetzendorf, wo sie zuerst Modedesign und dann Modell-Modisterei studiert, weil ihr Mode allein zu flach, zu zweidimensional erscheint. Eine Visite in der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Dann die Arts & Fashion School in San Francisco, ein Praktikum bei einem Edelschuhmacher in Venedig, Eröffnung des Ateliers in Eichgraben unweit Wiens, die New Yorker Fashion Week, 2005 die Gründung ihres Labels „Julia Cranz, Hats, Hat pieces & more“, ein zweites Atelier in Venedig … Julias Lebenslauf liest sich atemberaubend zielstrebig.
Inzwischen ist Julia Cranz längst kein Insider-Tipp mehr. Fashion Victims aus aller Welt und aller Schattierungen reißen sich um die originellen Hut-Kreationen der Julia Cranz, die sie selbst als „jung, unabhängig und stylish“ beschreibt. Ob Operndiva Anna Netrebko oder Mieze, die punkige Lead-Sängerin der deutschen Formation Mia – sie alle decken sich bei ihr ein.
Begonnen hatte alles mit einem sagenumwobenen Besuch der britischen Mode-Doyenne Isabella Blow im Wiener Atelier von Julia Cranz. Nach einer mehrstündigen Gin-Tonic-Vernichtungsschlacht und einer hitzigen Hutdebatte mit jener Dame, die unter anderen den heute wohl weltberühmtesten Milliner Philip Treacy entdeckt hatte, „wusste ich endlich ganz genau, wohin ich wollte“, sagt Julia Cranz heute.
„Julia Cranz – Hats, Hat Pieces and more“ nennt sich kurz darauf und bis heute das Couture-Label der Kopfkünstlerin, die sich eher als klassische Hutmacherin, denn als Designerin sieht. Schließlich hat sie das Handwerk von Grund auf gelernt, weiß perfekt mit Holzformen und Stumpen umzugehen und fertigt bis heute jede ihrer Kreationen ganz traditionell von Hand.
Und das ist es wohl auch, was ihre Klientel so sehr schätzt: Die nahtlose Paarung von Kunst und handwerklichem Können in jeder ihrer extravaganten Kreationen, die trotzdem immer tragbar und niemals überzogen oder gar lächerlich wirken.
„Die grenzenlose Vielfalt der Möglichkeiten ist, was ich am meisten liebe am Hutmachen“, sagt Julia Cranz. „Jede Kundin, jeder Kunde ist anders und hat seine eigenen Wünsche und Vorstellungen – und ich muss das alles unter einen Hut bringen. Dadurch sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.“

Baby take off your coat real slow
and take off your shoes
I’ll take your shoes
Baby take off your dress
yes yes yes
You can leave your hat on
You can leave your hat on
You can leave your hat on

Joe Cocker